Was ich 2017 gelernt habe – Jahresrückblick

20171231_171223(1)-01-01.jpgMoin!

 

2017, was war das für ein Jahr?! The year of just realizing stuff.

Ich fühle mich nicht nur ein Jahr älter, sondern auch mehrere dutzende Jahre weiser. Versteht mich nicht falsch, aber ich habe wirklich viel dieses Jahr dazugelernt!

Mein Jahr in Bulletpoints:

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Alltagssexismus: Das Mindset von morgen

[Lesezeit: 2 Minuten]

MOIN!

Vor ein paar Wochen hatte ich mich schon einmal intensiver mit diesem Thema auseinandergesetzt: Spätestens seit der #Metoo-Debatte weiß jeder, dass es Diskriminierung aufgrund des Geschlechts noch gibt. Wir sind jetzt gut (und halbwegs sicher) in 2018 angekommen und es macht mich traurig, dass ich den vorhergegangenen Satz überhaupt schreiben muss!

Und viel mehr macht mich der Fakt traurig, dass mir und dir und jedem Menschen da draußen Sexismus im Alltag noch begegnet. Egal ob als Flugebleiter, Krabbelkind, als Bauarbeiter, Kanzler oder Atomraketentestberichtschreiber, auf jeden Menschen wirft der Sexismus seine Schatten. Ihr denkt, ihr wisst, was ich meine.

Aber es gibt auch „versteckte“ Fälle von Sexismus im Alltag.

Fangen wir mal mit etwas Einfachem an: Sexismus in der Schule.

Physikunterricht der 8a, im Flur bespricht die Physiklehrrein die mündliche Note mit ihren Schülern. Tim ist weder fleißig noch faul, beteiligt sich aber gerne im Unterricht. Dafür bekommt er eine 3, denn seine Lehrerin ist der Meinung, dass da noch deutlich Luft nach oben in seiner Leistung ist. Genau die gleichen Leistungen wie Tim hat auch Anna, doch sie erhält eine 2. Wieso?

Aufgrund PISA Studien erhalten Mädchen sowie Jungen in etwa die gleichen Noten. In beispielsweise naturwissenschaftlichen Fächern aber werden Mädchen gemessen an
ihrer Kompetenz milder benotet, Jungen in Deutsch.

Aber auch schon im früheren Kindesalter haben die Eltern und Erzieher die Zügel für das Weltbild der heranwachsenden Kinder in der Hand: Bei geschlechtsneutralen Spielzeug wie Plüschtieren oder Gesellschaftsspiele gab es kaum prozentualen Unterschied zwischen den Geschlechtern, so die Studie von Hartmann. Sieht man sich aber den Besitz von Spielfahrzeugen an, so besitzen dies fast 100% der männlichen Probanden, dafür nur 60% der Mädchen. Über 90% der weiblichen Probanden besaß Puppen und Zubehör, knapp über 30% die männlichen. Besonders perfide: Kriegsspielzeug besaßen 8% der Mädchen und fast 40% der Jungen.

Ließ man die Kinder nun mit geschlechtsneutralen Spielzeug spielen spielten alle friedlich zusammen, bei geschlechtstypischem Spielzeug aber bildeten sich Grüppchen zwischen den Geschlechtern. Jungen und Mädchen interessierten sich, ob natürlicherweise oder eingeprägt, mehr für „ihr“ Spielzeug.

Aber auch Farben sind von unserem Alltagssexismus nicht gefeit: Rosa ist eine Mädchenfarbe, Blau für die Jungs. Stimmt so, oder? Das war aber nicht immer so. Rosa galt lange als die Jungenfarbe. Rosa war „das kleine Rot“, was schließlich Stärke und Mut symbolisierte, aber auch Adel, Macht und Reichtum. Da Maria in Abbildungen in der Kirche oft mit einem blauen Gewand dargestellt wurde, war Hellblau beliebt und galt als das „kleine Blau“, eine typische Mädchenfarbe. Hellblau war einfach ein zarterer Farbton.

Erst mit dem zweiten Weltkrieg ändertete sich diese Ansicht: Frauen mussten ihre Männer im Krieg in Fabriken unterstützen, trugen dabei blaue Sachen, da für aufwändige Mode keine Zeit war. Als der Krieg aber endlich ein Ende nahm war der Durst nach etwas Neuem da – Mamie Eisenhowers rosa Ballkleid zur Amtseinführung ihrer Mannes war die Rettung. Plötzlich wollten alle amerikanischen Frauen so elegant sein wie Mamie und der Wille nach Rosa als erfrischende Farbe für Frauen schwappe in die ganze Welt über. Jayne Mansfield, damalige Schauspielerin, festigte den Trend. Keine von den Frauen wollte die Farbe Rosa mit den Werten verbinden, die sie heutzutage transportiert.

Klar, wenn ein Kind eine bestimmte Farbe liebt, dann bin ich die letzte, die etwas dagegen hat, Farben sind schließlich etwas Schönes und das Leben eines Kindes sollte so bunt, lustig und abwechslungsreich gestaltet werden, wie möglich und wie es das Kind mag. Aber wenn ein Mädchen im Spielzeugladen sich ein Legotechnik Auto wünscht, ihm zum Geburtstag aber lieber eine Puppe gekauft wird oder Jungs die normalen Überraschungseier, die Mädchen aber die mit der rosa Verpackung bekommen, dann läuft da etwas nicht richtig. Warum wird bei gutem, normalem Spielzeug noch differenziert?

Klartext: Wenn wir unserem Sohn und unsere Tochter nur aufgrund des Geschlechts anders behandln, so transportieren wir eine Meinung.

„Du bist anders.“

Kinder können nicht erkennen, dass ihnen unterbewusst solche Meinungen präsentiert werden. Sie können noch nicht objektiv entscheiden, ihr Verhalten richten sie nach dem ihrer Eltern. Werden Jungen und Mädchen von ihnen nach ihrem Geschlecht und nicht nach ihrer individuellen Person behandelt, so werden sie es unterbewusst auch tun.

Fazit:

Jungs dürfen Rosa anziehen, ohne als „schwul“ abgestempelt zu werden, Mädchen dürfen mit Spielzeugflugzeugen spielen. Solange wir Erwachsene nicht die Mauern zwischen den Geschlechtern abreißen, solange werden es die Kinder auch nicht tun. Wir sind die Stempel für die neue Generation. Drücken wir ihnen unsere alten Geschlechterstereotypen auf oder überlassen wir ihnen ihre Selbstbestimmung? Wie soll ein Kind sich selbst entdecken, wenn es das nicht darf?

So schnell, wie Blau und Rosa ihre „Zugehörigkeit“ zu Geschlechtern änderten, so schnell kann sich auch unsere Sicht auf den Umgang zwischen den Geschlechtern ändern. Wir müssen es nur wollen. Ich bin mir nämlich sicher, dass wir es können.

Binden wir nicht dieses Mindset in unseren Alltag ein, so wird es schwer werden, den Sexismus einzudämmen.

Was ich aber mit diesem Blogpost sagen will: Eigentlich sind wir alle doch nur Menschen. Menschen, die fehlerhaft sind, aber die Gabe des Mitgefühls und der Liebe haben.

Bis dann!

 

 

 

Quellen: Pisa, aktionsrat-bildung, Hartmann 2000, S. 92, Racked, Süddeutsche, Vox

Warum Feiertage uns langsam, aber sicher töten.

background-1913529_1920.jpgMOIN!

 

Ich sehe es schon kommen: Mit diesem Post werde ich mich sicher bei ein paar Leuten unbeliebt machen.

Aber ich muss etwas sagen.

 

Gerade bin ich auf YouTube ein bisschen durch meine Videovorschläge gescrollt und bin dann auf DIY Videos zu Sylvester gestoßen. Glitzer hier, Konfetti da. Es war gut gemeint und wollte uns inspirieren. Ich aber musste mit der Stirn runzeln: Hier stimmt etwas gewaltig nicht!

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DIY Weihnachtskugel belettern

Die schönste Zeit im Jahr klopft schon (fast) an die Tür und ich bin schon wieder in Weihnachtsstimmung. Ihr auch? Dann ist dieses schnelle DIY etwas für euch! Obwohl, DIY kann man es schon fast nicht mehr nennen, so schnell und einfach ist es.

Und für die Letteringanfänger: Traut euch! Es muss nicht alles gleich perfekt sein. Scheut euch nicht vor etwas, was euch schwer erscheint. Solange ihr mit Leidenschaft dabei seid ist alles perfekt. Macht das nicht den Charm aus?

 

Ihr braucht:

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  • Eine Kugel, die ihr beschreiben wollt (Am besten eine mit glatter Oberfläche und eine, die im Notfall auch kaputt gehen kann)
  • Einen Marker (Ich habe hier den Uni Posca Marker in weiß mit einer Dicke von 0,7 mm genommen, aber auch der Glas, Keramik und Plastik Marker von Edding ist dafür gut geeignet. Natürlich auch andere!)

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Der Kalender 2018 und der Gedanke dahinter

vorschau

Moin!

Das neue Jahr klopft schon (fast) an die Tür und was wäre da passender als ein Kalender? Du hast noch keinen? Dann bist du hier jetzt richtig! 🙂

 

Seit Anfang des Jahres male ich immer wieder Portraits von Tieren, erst kürzlich habe ich meine eigene Katze gemalt. Ich fand im Malen so eine Entspannung, dass ich nicht aufhören konnte. Jetzt hab ich schon auf über 20 Bildern Tiere „abgelichtet“. Die besten 12 habe ich ausgewählt, um sie zu diesem Kalender zusammenzufügen. Zusammen mit Letterings ergaben sie einfach die perfekten Kalenderblätter!

Aber ich hab mir auch etwas dabei gedacht. Weiterlesen „Der Kalender 2018 und der Gedanke dahinter“

Aquarellfarben recyceln / Environmentally friendly artist hack

MOIN!

Immer, wenn ich mit Aquarellfarben gemalt habe, blieb ein großer Kübel Pinselwasser übrig, also das Wasser, in dem man seinen Pinsel auswäscht.

Dieses Wasser stecke immer voller Pigmente und war schon ganz dunkel gefärbt, wenn ich mit dem Malen fertig war.

Da hab ich mich eines Tages gefragt: Kann ich mit diesem Wasser noch etwas anstellen? Weiterlesen „Aquarellfarben recyceln / Environmentally friendly artist hack“